Stift Wilhering – Wir trauern um Pater Rainer Schraml
Mag. P. Rainer Ferdinand Schraml
Zisterzienser von Wilhering
Gymnasialprofessor i. R., Stiftsarchivar
wurde am Sonntag, 26. November 2017, im 75. Lebensjahr
plötzlich und unerwartet in die ewige Heimat abberufen.
Aufbahrung ab Donnerstag, 30. November, um 17.00 Uhr in der Totenkapelle des Stiftes
Totenwache am Freitag, 1. Dezember, um 19.30 Uhr in der Stiftskirche
Trauergottesdienst am Samstag, 2. Dezember, um 10.00 Uhr in der Stiftskirche Wilhering,
anschließend Begräbnis auf dem Klosterfriedhof Wilhering
Requiescat in pace!
„Wandern ist Pilgern zu den Menschen“
Mit Abt Reinhold Dessl und Elisabethinen-Schwester Rosa Steiner
vom Stift Wilhering zum Kürnberg:
Lehrstunden über die Spiritualität des Wanderns
OÖNachrichten 27.10.17
Menschen & Wege
Abt Reinhold Dessl und Schwester Rosa Steiner
OÖNachrichten Video 25.10.17
cb
Das Thema „Verkündigung“ trifft das Wesen des christlichen Glaubens
und wird über seine Zukunftsfähigkeit entscheiden.
Es geht darum, „auskunftsfähig“ für den eigenen Glauben zu werden
und anderen zu vermitteln, welche Hoffnung uns erfüllt.
Bischof Manfred hat einmal das Wort „Zeuge des Glaubens“ so gedeutet:
„Zeuge sein hat auch etwas mit dem Ziehen zu tun:
mitziehen, motivieren, anstecken, ausstrahlen,
manchmal auch schieben, bewegen, auf Ideen bringen.
Aber auch Menschen im Glauben anstecken,
auf gute Gedanken bringen, mit auf den Weg nehmen, vorbeten …
Manchmal hat das Ziehen des Zeugen auch damit zu tun,
einen Karren, der sich verfahren hat oder stecken geblieben ist, wieder in Gang zu bringen.“
Verkündigung ist für mich keine Einbahnstraße,
sondern man bekommt oft mehr, als man gibt.
Wenn ich nur daran denke,
wie mir vor kurzem eine Frau nach einem plötzlichen Todesfall gesagt hat:
„Wie gut ist es doch, glauben zu können, denn da kann ich etwas in die Hände eines Größeren legen.“
Ich bin als Seelsorger dankbar, immer wieder auch Nahrung für meinen eigenen Glauben zu bekommen.
Abt Reinhold Dessl im Pfarrblatt Gramastetten September 2017, S. 2.
cb
Sonntag, 20. August 2017, um 17.00 Uhr
Hochfest des heiligen Bernhard von Clairvaux
Festgottesdienst mit Feierlicher Profess von Pater Maximilian Bak
Zelebrant und Prediger: Abt Reinhold Dessl

Feierliche Profess von P. Maximilian am 20. August 2017
P. Johannes, P. Maximilian, Abt Reinhold, Altabt Gottfried
Das sind die Worte der Feierlichen Profess:
„Ich, NN., Professe mit zeitlichen Gelübden,
gelobe vor Gott und seinen Heiligen, deren Reliquien hier ruhen,
für mein ganzes Leben Beständigkeit in diesem Kloster,
klösterlichen Lebenswandel
und Gehorsam nach der Regel des hl. Vaters Benedikt
und den Konstitutionen der Österreichischen Zisterzienserkongregation
im Kloster Unserer Lieben Frau zu Wilhering
vor dem hochwürdigsten Herrn NN., Abt dieses Klosters
und allen, die hier versammelt sind.“
Hl. Bernhard von Clairvaux – Hochfest
Dieses Hochfest ist bei den Zisterziensern das höchste Ordensfest.
Im Stift Wilhering ist es traditionell der Tag der Einkleidungen und der Professfeiern.
cb
Gedanken zum Fest des hl. Bernhard von Clairvaux
Bernhard war ein Meister des geistlichen Lebens und der anschaulichen Bilder.
Einmal hat er einen Brief an den damaligen Papst Eugen III. geschrieben,
der vorher sein Schüler und Abt eines Zisterzienserklosters in Rom war.
In diesem Brief mahnt Bernhard den Papst,
auf sich selbst nicht zu vergessen, nicht nur zu arbeiten,
sondern sich auch Zeiten der Besinnung, der Erholung und des Auftankens zu gönnen.
Mit dem Vergleich zwischen Brunnenschale und Kanal macht er dies dem Papst deutlich:
„Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale
und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt,
während jene wartet, bis sie gefüllt ist.
Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen.“
In unserer Zeit könnte man dieses Wort Bernhards als „Burnout-Prophylaxe“ bezeichnen.
Der Mensch ist nicht nur dazu bestimmt, zu geben, sondern er muss auch empfangen.
Mit einem modernen Wort gesprochen:
Er muss auch dafür sorgen, seine Batterien wieder rechtzeitig aufzuladen.
Ich hoffe, Sie haben in diesem Sommer Zeit und Muße,
die Brunnenschale Ihres Lebens wieder anzufüllen.
Vielleicht ist es die Erfahrung in der Natur, die belebt.
Sich wieder einmal ein gutes Buch gönnen.
Musik erleben, die die Seele weit macht und das Herz öffnet,
wie wir es hier in der Kirchenmusik immer erleben dürfen.
Bernhard denkt beim Füllen der Brunnenschale des Lebens
vor allem an Gebet, Stille, Kontemplation
und das Sich-erfüllen-Lassen von der Liebe Gottes.
Aus der überströmenden Liebe dürfen wir dann
auch an andere austeilen und nicht geizig damit umgehen.
Abt Reinhold Dessl
in der Predigt beim Pontifikalamt
zum Bernhard-Fest am 20. August 2017 um 10 Uhr
cb


